Ultraschall und Herzdoppler-Ultraschall

Ultraschalluntersuchungen stellen eine sehr sinnvolle Ergänzung der bildgebenden Verfahren dar und sind im tierärztlichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Neben den gängigen Indikationen wie Trächtigkeitsuntersuchungen gibt es inzwischen viele Symptombilder, die eine Ultraschalldiagnostik unumgänglich machen:

Auch bei unseren tierischen Hausgenossen nehmen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu. Mit Zunahme der Lebenserwartung treten immer häufiger Leistungsschwächen des Herzens auf. Die genaue Abklärung und individuelle Therapie gewinnt daher auch immer mehr an Bedeutung. Eine Echokardiographie ist neben einem Elektrokardiogramm (EKG) das Mittel der Wahl.

Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes sind in einigen Fällen einer Röntgenuntersuchung bei weitem überlegen, kann im Ultraschall doch die Organstruktur dargestellt werden. Strukturelle Veränderungen (u.a. Tumore) sind daher deutlich früher zu erkennen. Aber auch zur Gewinnung von Probematerial kann eine ultraschallgeführte Technik sehr nützlich sein (Feinnadelbiopsie, Uringewinnung per Zystozentese).

Da Ultraschalluntersuchungen nicht zwischen Tür und Angel durchgeführt werden sollten, bitten wir für derartige Untersuchungen um eine Terminabsprache. Bitte haben Sie Verständnis, dass ohne eine vorherige Terminabsprache nur in dringenden Notfällen Ultraschalluntersuchungen dazwischengeschoben werden können. Aufgrund des Zeitaufwandes vor allem bei Herzultraschalluntersuchungen bitten wir Sie auch darum, ein wenig Zeit mitzubringen, damit wir die Befunde im Anschluss an die Untersuchung ausführlich besprechen können.

Wie läuft eine Ultraschalluntersuchung ab?

Je nachdem ob der Bauchraum untersucht werden soll, oder eine Herzultraschalluntersuchung ansteht, erfolgt die Lagerung des Patienten. Um den Bauchraum zugänglich zu machen, bietet sich die Untersuchung in Rückenlage an. Hierbei muss zur besseren Ankopplung des Ultraschallkopfes das Ultraschallfeld rasiert werden. Dies ist bei einer Echokardiographie in der Regel nicht nötig. Hierbei befinden sich die Patienten auf einer erhöhten Auflage in Seitenlage. Eine Sedation ist in der Regel nicht nötig – meist reicht der beruhigende Einfluss des Besitzers. 

Bitte achten Sie darauf, dass bei Ultraschalluntersuchungen der Blase ein Urinabsatz in kurzem zeitlichen Zusammenhang zum Untersuchungstermin unbedingt zu vermeiden ist.