Chip & Registrierung

Immer mehr Bundesländer machen es zur Pflicht, dass die Hunde fälschungssicher gekennzeichnet werden. Sollte Ihr Tier eine Tätowierung aufweisen, so erkundigen Sie sich bitte, ob die für Sie zuständige staatliche Stelle auch eine Tätowierung als fälschungssichere Kennzeichnung akzeptiert.

 

Auch die EU-Reiseverordnung macht es zur Auflage, dass Tiere, die mit auf Reisen ins EU-Ausland genommen werden, „gechipt“ sind. Die Übergangszeit von 8 Jahren in der eine gut leserliche Tätowierung akzeptiert wird endet im Juli 2011. Nach momentaner Rechtsauffassung darf eine Tätowierung, die nach diesem Datum vorgenommen wurde nicht mehr als fälschungssichere Kennzeichnung akzeptiert werden. 

 

Ursprünglich wurde die Mikrochiptechnologie entwickelt, damit entlaufene Tiere schneller wieder nach Hause finden. Dies gilt auch heute noch. In den Tierheimen und auch in Tierarztpraxen werden Fundtiere zunächst einmal mit einem Chip-Lesegerät gescannt, um nach einem Transponder zu suchen. Das  ist für das Tier nicht gefährlich und geht ganz einfach indem man mit dem Lesegerät über den Körper des Tieres fährt. Damit die Suche erleichtert wird, hat man sich darauf geeinigt, dass es für die Tiere eine definierte Implantationsstelle gibt: Bei Hund und Katze ist das die linke Halsseite zwischen linkem Ohr und linker Schulter.  Bei der Implantation wird mit einer Kanüle der Mikrochip einfach unter die Haut gespritzt. Wie eine ganz normale Injektion. Natürlich ist die Kanüle etwas dicker als bei einer normalen Injektion. Aber die meisten Hunde  und Katzen tolerieren den Einstich sehr gut. Eine kurze Schmerzreaktion ist manchmal möglich.

 

Ich bekomme in der tierärztlichen Praxis häufig die Frage gestellt, ob denn dann beim Einlesen mit dem Lesegerät auf dem Display des Gerätes die Adresse und der Name des Halters erscheinen. Nein. Die Mikrotransponder enthalten einen Zahlencode. Dieser Zahlencode wird durch das Lesegerät abgelesen. Auf dem Display erscheint nur dieser Zahlencode. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der  Mikrotransponder diesen Zahlencode nicht ununterbrochen sendet. Das wäre mit Sicherheit fragwürdig hinsichtlich der Gesundheit der Tiere. Der Mikrotransponder verhält sich völlig passiv im Körper. Ähnlich einem Scanaufdruck auf Lebensmitteln. Dieser Zahlencode wird bei  einer der gängigen Datenbanken (z.B. Tasso, ifta) hinterlegt. Ein Anruf durch das Tierheim oder einen Tierarzt und man kann den Halter informieren, dass der Liebling gefunden wurde und wo er abzuholen ist. Die Datenbanken helfen auch beim Suchen, indem Sie die umliegenden Tierarztpraxen verständigen, dass Ihr Tier vermisst wird.  

 

Eine weitere bange Frage, die oft gestellt wird ist die nach der Wanderschaft der Mikrotransponder. Wilde Gerüchte kursieren über Transponder, die Organe durchbohrt haben. Daran ist mit Sicherheit nichts Wahres. Zunächst einmal –  ja, viele Transponder können im Laufe der Zeit mit Hilfe der Schwerkraft wandern. Jedoch niemals in Körperhöhlen oder gar in Organe hinein. Sie sind stumpf und nicht in der Lage Gewebe zu durchstechen. Maximal wandert ein Transponder unter der Haut in Richtung Brustbein, oder manchmal auch in Richtung Ellenbogen – bleiben dabei aber unter der Haut. Tierheime und Tierärzte wissen dies und berücksichtigen beim Einlesen auch ein mögliches Wandern der Mikrotransponder.   

 

Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Tätowierung eine veraltete Technologie ist. Ist doch die Implantation der Mikrotransponder so viel einfacher und schmerzloser. Auf besonderen Wunsch können wir in der Praxis aber auch eine Kennzeichnung mit Tätowierung durchführen. Aus Tierschutzgründen führen wir die Kennzeichnung mittels Tätowierung nur in Narkose durch.